Couchpotato … oder für ‚wieviel Leben‘ bist du bereit?

Jaja, kein Tippfehler: Ich meine tatsächlich wieviel Leben und nicht wieviele Leben bist du bereit zu leben?

Couch feeling

Couch Feeling

Denn das wirkliche Leben beginnt außerhalb der Komfortzone! Und genau darum geht es mir diese Woche.

Modell Komfortzone

Modell Komfortzone

Die Komfortzone
Hier erlebst und fühlst du das Gewohnte und Angenehme.
Äußerlich: Wohlbefinden auf physischer und materieller Ebene, z.B. das bequeme Sofa, die warme Dusche, gutes Essen, dein gewohnter Tagesablauf, Geld, dein Auto usw.
Innerlich: Deine gewohnten Denkmuster, einige Vermeidungsstrategien wie z.B. rationalisieren, umdeuten oder  Verantwortung abschieben, Risiken ablehnen / aus dem Weg gehen usw..
Die Komfortzone steht für den üblichen Lebensbereich, in dem wir uns wohlfühlen und unsere Handlungen sind eingespielt.

Wachstumszone
Hier verlässt du deine Couch. Du gehst neue Wege, betrittst neues Gelände. Du befindest dich in für dich unbekanntem Terrain. Deine gewohnten Denk-, Fühl- und Verhaltensschemata greifen nicht mehr oder nur teilweise und / oder müssen hinterfragt werden. Sie können auch als Basis für deine ‚Horizonterweiterungen‘ dienen. Demnach muss also erst eine Neuorientierung bzw. ein Lernprozess stattfinden, damit du an dieser Grenze bestehen kannst. Es besteht die Möglichkeit deine Komfortzone zu erweitern und deine Grenzen zu verschieben.

Die Wachstumszone steht also für Neuland, Erfahrungen und Erlebnisse, die in einem Bereich gemacht werden, in dem wir uns nicht mehr auskennen und sicher fühlen. Dadurch kommen wir zu neuen Möglichkeiten und Perspektiven.

Panikzone
Jetzt hast du deinen Komfortbereich soweit verlassen, dass deine gewohnten Grenzen weit hinter dir liegen und du hast nur noch ein Bedürfnis: So schnell wie möglich zurück in deinen Komfortbereich zu kommen. In der Panikzone ist keine Veränderung mehr möglich, es geht ums reine Überleben!

Wer hier eventuell traumatisierende Erfahrungen macht, sorgt eher für eine Manifestierung seiner gewohnten Grenzen und auch der Bereich der Wachstumszone wird so mit Angst besetzt, dass ein neuerliches Austesten der eigenen Grenzen immer mehr vermieden wird.

In der Panikzone ist kein Wachstum / kein Lernen mehr möglich, weil wir uns in Extremsituationen befinden.

Wenn du also in deinem Leben etwas verändern willst, heißt das ganz klar:

Scares

RAUS AUS DEINER KOMFORTZONE UND MUTIG IN DIE WACHSTUMSZONE!….

Okay und wie?

Du musst dich deinen Ängsten / Zweifeln stellen und über deinen Schatten springen, ohne geht es nicht. Du musst ja nicht gleich über die meterhohen Klippen springen, sondern ‚übe‘ mit kleinen Sprüngen: eine neue Sprache, eine neue Sportart, eine neue berufliche Herausforderung und und und. Du hast bestimmt einiges auf deiner persönlichen ewigen ‚To-Do-List‘. Stöber sie einfach mal durch und vergebe Startplätze, also z.B.

1. vier Wochen vegetarisch Essen
2. sechs Wochen kein TV schauen
3. …
4. …
5. …
6. einen neuen Job finden

Nun hast du ein konkretes Thema, nehmen wir das ‚vegetarisch Essen‘. Da du privat mit einer ‚Fleischpflanze‘ liiert bist, es in deiner Kantine nicht täglich ein vegetarisches Menu zur Auswahl gibt, musst du deine Komfortzone verlassen, um dein Ziel zu erreichen. Dein ‚innerer Schweinehund‘, im Fachjargon Limbisches System genannt, schreit natürlich sofort los: Achtung, Achtung – Stress droht in Form von Beziehungskrise, unschöne Kommentare der Kolleginnen usw. Klar, für ‚Schweini‘ ist es auf der Couch am bequemsten, nur da ändert sich nix 😉

Magic happens...Magic happens only outside your comfort zone!

Wenn du über deinen Schatten springst und vier Wochen dran bleibst, lernst du eine Menge Neues: es tut gar nicht weh 😉 kein Fleisch zu essen, satt kann ich auch werden – yeah! In der Kantine gibt es auf jeden Fall jeden Tag Gemüse oder Salat, ist zwar kein komplettes Menu, aber für gelegentlich akzeptabel. Du lernst vielleicht ‚Gleichgesinnte‘ kennen und schätzen.

Bei größeren Veränderungen solltest du dir von Anfang an Verbündete suchen, indem du von deinem Vorhaben berichtest und um Unterstützung bittest. Zum Beispiel wenn du dich beruflich verändern willst.

Dein ‚Schweini‘ grunzt immer noch ganz laut? Okay, dann sprich mit ihm, geh‘ gedanklich oder noch besser schriftlich nachfolgende Punkte durch:

  • Was kann schlimmstenfalls passieren? Lass deiner Phantasie freien Lauf… und ist es wirklich so schlimm? Geht deine Welt unter?
  • Was kann bestenfalls passieren, wenn du SOFORT anfängst? Lass deiner Phantasie freien Lauf… und wie fühlst du dich? Spüre genau in dich hinein und verinnerliche dieses Gefühl.
  • Schreib dir genau auf, was du konkret machen willst. Bring es aus deinen Gedanken zu Papier, es wird sofort intensiver!
  • Je nach Thema, setzte dir eine kurz- oder langfristige Deadline oder ein fixes Datum in Monat X im Jahr Y.
  • Mach dein Thema publik, sprich mit deinem Partner, deinen Freunden, deinen Kollegen – je nach Art und Zielrichtung. Bitte um Motivation, vielleicht geht ihr das Thema sogar gemeinsam an.
  • Versprich dir und deinem ‚Schweini‘ eine Belohnung. Wenn du eine Gewichtsreduktion anpeilst, sollte es natürlich nicht gerade eine Sahnetorte sein ;-), ansonsten ist so ziemlich alles erlaubt. Generell gilt hier: das du dich veränderst, ist auch schon eine Belohnung!
  • Bei großen Themen solltest du dir Teilschritte vornehmen und dich immer wieder bei Erreichen dieser Zwischenschritte belohnen. Damit diese Schritte nicht ins Leere laufen, sind auch hier Deadlines wichtig!

Leben beginnt...

Brauchst du noch ein bisschen Munition, um deine Komfortzone zu verlassen?

Dann stell dir diese – bewusst etwas provokanten – Fragen:


  • Lebe ich jeden Tag so, wie ich gerne leben möchte?
  • Macht mir mein Job Spaß oder verdiene ich damit nur Geld?
  • Lebe ich in einer Partnerschaft oder in einer Zweckgemeinschaft?
  • Lebe ich ein selbstbewusstes und authentisches ICH?

Wenn du also Themen angehst, bei denen du diesen berühmten ‚Kloß in der Magengrube‘ spürst oder du wütend wirst, dich verteidigst, dann bist du GENAU AUF DEM RICHTIGEN WEG! Es kann mitunter unangenehm werden, aber wenn du dran bleibst, sind dies deine ganz persönlichen Vorteile, deine Belohnungen:

  • Du lernst, dich auf dich selber zu verlassen!
  • Du übernimmst wirkliche Verantwortung für dein Handeln!
  • Du merkst, dass du es schaffen kannst!
  • Du merkst, es ist gar nicht so schlimm, wie du es dir unter ‚Schlimmstenfalls‘ vorgestellt hast!
  • Du lernst, DEINE Ziele zu verfolgen und nicht die Ziele anderer Personen oder deren Ziele für dich!
  • Du merkst, dass du mit ALLEM fertig wirst, was dir in deinem Leben begegnet – geplant oder ungeplant!
  • Dein Selbstvertrauen wächst und wächst und wächst!

Einige Artikel früher habe ich davon gesprochen, meinen Alltag ‚aktiv‘ zu gestalten und heraus gekommen ist dabei, dass ich mich ganz bewusst öfter in meine Wachstumszone begebe. Zugegeben, es ist nicht immer ’schmerzfrei‘, aber Erfahrungen sammle ich auf jeden Fall und lerne dadurch sehr viel: über mich, die Situation, die Vorgehensweise und und und.

Couch-Mops

Couch-Mops

Und wann verlässt du deine gemütliche Couch?

Bis zum nächsten Mal wünsche ich dir eine formidable Zeit

Birgit

2 Kommentare zu „Couchpotato … oder für ‚wieviel Leben‘ bist du bereit?

  1. Liebe Birgit,

    nicht jeden Deiner beiträge Kommentiere ich….. Aber Du sollst wissen, daß ich sie sehr sehr schätze!!!!! Dank Dir für die vielen Inspirationen!

    die Petra

  2. Vielen Dank für das feedback, liebe Petra.

    Es freut mich, wenn ich dich inspirieren kann … und gelegentliche Kommentare inspirieren mich natürlich wieder sehr 😉

    Alles Liebe,
    Birgit

Kommentare sind geschlossen.