Bist du ‚Schnüffel‘ oder eher ‚Knobel‘?

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Fragezeichen ???

 

 

 

 

Ich sehe förmlich die Fragezeichen in deinen Augen – grins – so habe ich allerdings auch geschaut, als ich vor Jahren das erste Mal von diesen beiden Lebewesen oder besser Typen hörte. Es geht um

 

Käse und das Thema Veränderungen. Die beiden Typen oder besser gesagt Typologien stammen aus dem Buch ‚Mäusestrategie für Manager‘ von Spencer Johnson aus dem Jahr 1998.

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Worum geht es?

Johnson erzählt in seinem Buch eine simple Geschichte mit vier Figuren:

Den Mäusen Schnüffel & Wusel und den Zwergenmenschen Grübel & Knobel. Sie machen sich jeden Tag auf Käsesuche in einem Labyrinth. Dabei folgen die Mäuse bei ihrer Suche eher ihrem Instinkt. Die Zwerge dagegen gehen strategisch vor, denken sie zumindest, denn im Nachhinein folgen sie doch ihrem Bauchgefühl. Egal welche Vorgehensweise die beiden Pärchen anwenden: sie finden so mal mehr, mal weniger Käse.

cheese-1972744_640Eines Tages stoßen alle vier auf einen Ort, an dem ein großer Vorrat an Käse liegt. Die Zwergenmenschen sind glücklich mit ihrem Fund und werden von Tag zu Tag träger, wohingegen sich die Mäuse ebenso freuen, allerdings für den Fall, dass der Käse ausbleibt, vorbereitet bleiben, um erneut auf die Suche zu gehen. Eines Tages ist der Käse tatsächlich völlig überraschend verschwunden. Die Mäuse Schnüffel & Wusel hatten schon vorher bemerkt, dass der Vorrat immer kleiner geworden ist und konnten sich so auf die Situation vorbereiten. Sie zögern nicht lange und machen sich direkt auf die Suche nach neuem Käse.

2017-01-labyrinthDie Zwergmenschen Grübel & Knobel trifft die neue, käselose Situation völlig überraschend. Sie machen sich Gedanken darum, wie unfair es ist, dass ihr gesamter schöner Käse weg ist. Dann warten die beiden einfach ab, in der Hoffnung, dass der Käse zurückkommt. Nach einer Zeit sieht Knobel jedoch ein, dass das Warten vergebens ist und macht sich auf die Suche nach neuem Käse. Auf seinem Weg erkennt Knobel, in welcher Situation er sich befindet und hält dies nach und nach an den Wänden des Labyrinths fest. Seine Erkenntnisse sollen Grübel als Stütze dienen, falls er sich doch noch entscheidet, sich nicht mit der käselosen Situation zufriedenzugeben.

Seine Notizen an den Wänden sind:

* Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?
* Rieche öfter am Käse, damit du bemerkst, wenn er alt wird.
* Beweg dich in eine neue Richtung! Das hilft dir Käse zu finden.
* Wenn du deine Angst überwindest, fühlst du dich frei.
* Wenn ich mir vorstelle, wie es sein wird, den neuen Käse zu genießen, werde ich ihn
sicher finden.
* Je schneller du den alten Käse loslässt, desto schneller wirst du den neuen Käse finden.
* Es ist sicherer im Labyrinth zu suchen, als in einer käselosen Situation zu verharren.
* Alte Überzeugungen führen dich nicht zu neuem Käse.
* Wenn du erkennst, dass du neuen Käse finden und genießen kannst, änderst du deinen
Kurs.
* Wenn du die kleinen Veränderungen rechtzeitig bemerkst, kannst du dich besser an die
großen bevorstehenden Veränderungen anpassen.

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Schließlich findet Knobel einen noch größeren Berg Käse, der von noch besserer Qualität ist, als der Käse zuvor. Dieses Mal nimmt er sich vor, vorsichtiger zu sein, auf Veränderungen zu achten und schneller das Alte loszulassen, um für Neues offen zu sein.  (angelehnt an Wikipedia)


Was soll der Käse fragst du dich jetzt?

Der Käse ist natürlich symbolisch gemeint und steht für alles in deinem Leben, was dich als Mensch persönlich glücklich macht. Egal welcher Bereich. Du kannst das z.B. auf deine finanzielle Situation, deine Beziehung(en), deine Arbeitsstelle oder auf eine x-beliebige normale Aktivität anwenden.

Es bedeutet, dass jeder, ja wirklich JEDER, also auch du, für sich selbst entscheidet, was sein persönlicher Käse ist und was ihn daran glücklich macht. Weiterhin bedeutet es, dass wir ohne Käse unglücklich und unerfüllt sind.

Gerade wenn wir mit unseren Lebensumständen zufrieden sind oder es uns auch nur mit den Unannehmlichkeiten, die wir unterbewusst sehr wohl registrieren, aber gerne verdrängen, bequem gemacht haben, vergessen wir im Alltag gerne mal, dass das Leben aus Veränderungen besteht! Die meisten von uns würden gerne darauf verzichten, je nach Art der Veränderung sind sie meist eher nicht gewünscht oder sie passieren sehr plötzlich.

Den Kopf in den Sand zu stecken bringt jetzt gar nichts. Du schadest dir, wenn du deine Energie darauf verwendest, die Veränderung zu leugnen, andere dafür verantwortlich zu machen oder zu hoffen, wenn du die Veränderung ignorierst, wird schon wieder alles so wie es war. Vielleicht nicht optimal, aber vertraut, kalkulierbar und vor allem: BEQUEM!

 

Hast du die Wahl?

NEIN, nicht wirklich. Wenn von dir nicht gewollte Veränderungen in deinem Leben passieren, ist es wichtig das du möglichst zeitnah erkennst: Du kannst diese Veränderungen nicht aufhalten!

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Sie die Chancen in der Veränderung!

Klar, am Anfang darfst du ein wenig jammern, schließlich kam die Veränderung ja vermeintlich ohne Vorwarnung – wirklich? – aber jetzt packe deine Chance beim Schopf:

Lass das Alte los und lasse dich auf die neue Situation,
deine neuen Möglichkeiten ein!

 

Knobel würde es Grübel wohl so zusammenfassen:

  • Es passieren immer wieder Veränderungen
  • Sei bereit für Veränderungen
  • Sei aufmerksam für mögliche Veränderungen
  • Lass dich schnell auf Veränderungen ein
  • Sei du deine größte Veränderung
  • Sei neugierig und freue dich über Veränderungen

 

Wenn du selbst die Veränderung herbeigeführt hast

Dann gilt natürlich all das oben genannte auch. Auch die Momente deiner inneren Verzagtheit und deine Zweifel daran, ob es auch so wird wie du dir das mit der Veränderung so vorgestellt hast, gehören hier ebenfalls dazu.

Mach dir klar: Es gibt einen Grund dafür, dass du die Veränderung willst!

 

Denn:

  • Du bist unzufrieden mit der Situation XYZ…
  • Du hast bereits mehrere Versuche gestartet, deine Bedürfnisse der bisherigen Situation anzupassen. Deine Unzufriedenheit ist geblieben.
  • Vielleicht hattest du sogar schon erste körperliche Symptome, sprich bist dauernd krank und weißt gar nicht wieso … wirklich?
  • Du bist permanent müde, antriebslos und für nichts mehr zu begeistern?

Alles Anzeichen, dass dein ‚Käsevorrat‘ kleiner geworden ist 😉

Fazit

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Veränderungen gehören zu deinem Leben wie die Tatsache, dass die Sonne jeden Morgen wieder aufgeht…jaja, ziemlich abgedroschen, stimmt aber trotzdem.

Veränderungen sind oft genug schmerzhaft, gerade die, die du dir nicht selber ausgesucht hast, ich weiß wovon ich spreche…

Egal ob die Veränderung ungewollt oder von dir gewollt ist, je länger du dich dagegen sträubst, um so mehr Energie verschwendest du für deinen neuen Weg.

Wenn du ‚bockst‘ und dich sperrst, wirst du nie erfahren wieviele Möglichkeiten dir jetzt offen stehen.

 

Also, freue dich über die neue(n) Chance(n) in deinem Leben.

Unterschrift

 

 

 

 

2 Kommentare zu „Bist du ‚Schnüffel‘ oder eher ‚Knobel‘?

  1. Danke für diesen Text, Birgit. Ich hoffe, er ermutigt viele LeserInnen aktiv zu werden. Ich kenne und liebe diese Geschichte, die im Original unter „Who moved my cheese?“ erschienen ist, seit vielen Jahren. Und seitdem lebe ich nach dem Motto „Veränderungen erkennen und andere bzw. neue Wege gehen, statt abzuwarten“ sehr gut. Traut euch einfach, liebe Mitmenschen!
    Herzliche Grüße
    Bärbel B.

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