Sprichst du noch…

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…oder kommunizierst du schon? So oder so ähnlich würde IKEA sicher versuchen, deine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Obwohl es mir nicht um die Wohnkultur geht, kopiere ich diese Methode einfach mal 😉 Ich möchte dir heute ein paar Tipps für eine gute Gesprächsführung geben. Interessiert? 

Wir können natürlich alle kommunizieren, irgendwie und der eine besser, der andere weniger. Auch deine persönliche Tagesform kann sich sowohl positiv wie negativ auswirken. Und nicht zuletzt natürlich hat dein jeweiliges Gegenüber einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf deine Kommunikationsfähigkeit….

Hier nun die sieben goldenen Tipps für ein gelungenes Gespräch:

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2007 05 06 024Tipp Nr. 1: Sei du selbst!

Klingt erstmal simpel und du denkst wahrscheinlich sofort ‚bin ich doch immer‘. Bist du eben oft genug nicht 😉 Wenn du ein Gespräch mit deinem Chef oder deinem Auftraggeber führst, bist du eventuell so zielorientiert, dass du dich dabei schon heftig verbiegst. Solltest du lassen, bleib authentisch. Was nützt dir ein positives Ergebnis, wenn du das gar nicht bist oder leisten kannst etc.  Gleiches gilt natürlich bei Gesprächen im privaten Umfeld: bleib dir treu!

2007 05 06 024Tipp Nr. 2: Habe keine Scheu!

Wenn du Tipp 1 befolgst, sollte es dir leicht(er) fallen. Sprich an, was dich bewegt, gib ruhig zu, dass du vielleicht ein wenig aufgeregt bist, dich das Thema belastet oder du noch gar nicht so genau weißt, wie du eine Sache angehen sollst. Natürlich sollst du dich nicht unnötig klein machen oder so. Aber glaube mir: Offenheit zahlt sich immer aus!

2007 05 06 024Tipp Nr. 3: Vertrau deinem Gesprächspartner!

Echt jetzt, egal ob im geschäftlichen oder privaten Kontext. Wenn du in einem Gespräch dauernd denkst, der / die will mich sowieso nur über den Tisch ziehen, ausnutzen, vor seinen Karren spannen usw., dann kannst du im Prinzip auch gleich aufstehen und gehen. Das wird nix 😉 Du glaubst mir nicht? Dann stell dir doch nur mal vor, dein Gesprächspartner würde so über dich denken… kein gutes Gefühl oder? Was soll ein Gespräch auf dieser Basis bringen? Genau, nichts.

2007 05 06 024Tipp Nr. 4: Trau‘ dich und frage, was du wirklich wissen möchtest!

Mal abgesehen davon, dass derjenige der fragt, das Gespräch auch führt, ist es die einzige Methode, um wirklich zu erfahren, was du wissen willst. Klar, das eine oder andere an Informationen wird es sicher im Gespräch ganz automatisch geben. Hast du aber innerlich noch Fragen, ist dir etwas weiterhin unklar, fehlen dir noch für dich wichtige Informationen, dann stelle die entsprechenden Fragen. Wer fragt, gewinnt! Immer!

2007 05 06 024Tipp Nr. 5: Höre nicht auf zu fragen!

Jaaaaaaaaaa, wenn dir etwas wichtig ist, dann musst du unter Umständen auch dreimal nachfragen. Ist mitunter ein wenig nervig oder gar unangenehm, für dein Gesprächsergebnis allerdings manchmal notwendig. Es ist natürlich klar, dass es sich hier um ’stellbare Fragen‘ handelt und keine Indiskretionen, die du erfahren möchtest… Bei letzterem kannst du hoffentlich noch soviel und sooft nachfragen, dein Gesprächspartner bleibt wenig auskunftsfreudig. Du überschreitest nämlich gerade eine unsichtbare Grenze und ich schätze mal, das war dann sowieso dein letztes Gespräch mit dieser Person 😉

2007 05 06 024Tipp Nr. 6: Höre wirklich zu!

Im täglichen Sprachgebrauch sagen wir alle ‚zu hören‘, aber besser wäre ‚hin hören‘. Mach nicht nur deine Ohren auf im Gespräch, sondern alle deine Sinne sollten auf Empfang gestellt sein. Oft genug kommuniziert dein Gegenüber während er mit dir spricht auch nonverbal durch seine Körpersprache und Aufmerksamkeit. Er gibt dir vielleicht korrekte Antworten, erledigt aber nebenbei noch Emails oder Kurznachrichten. Oder dein Gegenüber spricht zwar mit dir, schaut allerdings die ganze Zeit in eine andere Richtung oder dreht sich sogar mit seinem vollen Körper von dir weg. Wie sicher kannst du dir dann sein, dass euer Gespräch wirklich bei ihm ankommt? Genau, und genauso wirkst du auf deinen Gesprächspartner, wenn du ihm nicht deine volle Aufmerksamkeit schenkst.

2007 05 06 024Tipp Nr. 7: Versuche, auf das, was der andere sagt einzugehen, ohne dauernd von deinen eigenen Erfahrungen zu berichten!

Klar kannst du nach einer Erlebnisschilderung durchaus sagen, dass du so etwas oder ähnliches auch schon erlebt hast. Dadurch fühlt sich dein Gegenüber eher bestätigt. Allerdings mache dann bitte nicht den Fehler und reiße das Gespräch an dich, indem du nun in aller Ausführlichkeit dein Erlebnis schilderst. Egal ob im privaten oder geschäftlichen Kontext! Wirst du explizit nach deinen Erfahrungen gefragt und gebeten, davon zu berichten, dann ist es natürlich in Ordnung. Gerade wenn es zum Beispiel um ein gemeinsames Projekt, einen neuen Auftrag oder auch eine Urlaubsplanung geht, kann der Austausch der jeweiligen Erfahrungen sehr wichtig sein. Es gilt hier eben in jeder Gesprächssituation genau abzuwägen.

 

Fazit: Gespräche sind toll, informativ, lustig, weiterführend und lebensnotwendig! Wie oben schon mal gesagt, können wir alle kommunizieren und der eine oder andere Tipp ist für dich eh schon selbstverständlich. Dann nimm einfach einen der obigen Tipps, die du bisher nicht so bewusst anwendest und lass ihn dir mal durch den Kopf gehen. Wenn du diesen dann bei deinem nächsten Gespräch einbaust, wirst du sicherlich schnell merken, wie sich die Qualität deiner Kommunikation verbessern wird.

Ich wünsche dir eine kommunikative Woche

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