Popeye läßt grüßen!

popeye-37117_640Gaumenfreuden dürfen bei Leben mit allen Sinnen auch nicht fehlen … also los geht’s!
Spätestens im März habe ich -und viele andere Menschen wie du & ich – den Winter satt und Lust auf wärmere Temperaturen, mehr Zeit in der erwachenden Natur und und und. Damit du hierfür gut gerüstet bist, solltest du jetzt ganz besonders auf viel Vitamine und Mineralstoffe in deiner Ernährung achten. Welche regionalen ‚Lieferanten‘ gibt es jetzt dafür?

Genau: Gemüse! Im März kommt das erste zarte einheimische Gemüse des Jahres auf den Markt und das solltest du dir nicht entgehen lassen. Eines davon ist der gute alte Spinat…. Wer kennt ihn nicht aus seiner Kindheit in der so verabscheuten Breiform, dass er oft genug mit wahrem Raketenantrieb vom liebevoll gereichten Löffelchen direkt bei Mutti im Gesicht, auf ihrer Bluse oder gar an der Küchentapete landete, anstatt wie gewünscht bei dir im Mund.
Popeye wusste es dagegen schon direkt und auch die Nouvelle-Köche haben ihn mittlerweile als würzig-feines Blattgemüse wiederentdeckt. Denn kommt er nicht gerade in der Kindheitstrauma-Breiversion daher, ist er echt richtig lecker!
Zunächst mal ein paar wissenswerte Information zu dem leckeren grünen Blattgemüse, die Aufklärung über den Eisengehalt und das verrutschte Komma erspare ich dir und mir… mittlerweile weiß es wohl jeder!
Der Orient ist die Heimat des Spinats und vermutlich brachten ihn Kreuzritter mit nach Europa, dort baute man ihn schon seit dem Mittelalter an. Man unterscheidet übrigens, je nach Aussaat, zwischen Winter- und Sommerspinat. Der Winterspinat ist etwas gröber und wird im Frühjahr als eines der ersten frischen Gemüse geerntet. Der Sommerspinat kommt im Herbst auf unseren Markt.

Was Spinat so alles kann:

  • macht schöne Haut, Haare und Nägel
  • beruhigt die Nerven und macht gelassener bei Stress
  • vertreibt Müdigkeit und sorgt für gute Laune
  • ist gut für Zähne und Knochen
  • ist wichtig für die Blutbildung und das Immunsystem
  • unterstützt den Stoffwechsel
  • sorgt dafür, dass deine Muskeln reibungslos arbeiten

Wie wird Spinat verwendet:
spinat-tiefgefrorenZwar landet Spinat weltweit in der Küche, dann allerdings meistens direkt im Topf, dazu leider auch noch viel zu oft tiefgekühlt. Wie gesagt, wenn Spinat-Saison ist – Frühjahr und Herbst – gibt’s ihn frisch, oft vorgewaschen und schon in wenigen Minuten ist er gar. Er wird auf zwei Arten angeboten: als blattweise geernteter Blattspinat und als Wurzelspinat, für den die ganze Pflanze vom Acker geholt wird.
Mittlerweile hat es sich ein wenig herum gesprochen: Spinat schmeckt auch roh als Salat. Und gegart z. B. mit Olivenöl und Knoblauch ist er natürlich auch nicht zu verachten. Für die rohe Variante ist vor allem der zarte Blattspinat geeignet, er hat eine feine nussige Note.
 

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Was ist alles drin:
Spinat enthält jede Menge Vitamine, vor allem Vitamin C, und Mineralien. Die Herbsternte kann reichlich Oxalsäure enthalten, was mitunter stumpfe Zähne macht. Im Körper hemmt besagte Säure die Verwertung von Kalzium und Eisen und kann auf die Nieren gehen. Daher hier doch lieber Kochen bzw. kurz blanchieren in reichlich Wasser und beim Feintuning eine Extraportion Milchprodukte hinzufügen, womit wir fast schon wieder beim Rahmspinat wären, vielleicht ist er doch nicht so schlecht wie sein Ruf…;-)

Wie, wann und wo kannst du ihn kaufen:
Von Frühjahr bis August gibt es den zarten Früh- bis Sommerspinat, ab September den gröberen Winterspinat (siehe oben Stichwort Oxalsäure). Aus dem Freiland kommt er bei uns von März / April bis Oktober. Er sollte knackig-frische Blätter haben und am besten BIO sein, denn das bedeutet weniger Düngung und somit weniger Nitrat. Beim Kauf auf Schlappe Blätter, gelbe Blattränder und faulig-dunkle Stiele achten – es lohnt den Kauf nicht.

Wie Aufbewahren:
Leider wird frischer Spinat schnell welk. Daher entweder direkt am Kauftag verarbeiten oder zumindest vorsichtig waschen, gut trocken schleudern und in einem Gefrierbeutel im Gemüsefach des Kühlschranks verstauen.  So bleibt er weitere 2-3 Tage frisch.
Reste von Spinatgerichten kannst du wieder aufwärmen, wenn du sie bis zum nächsten Verzehr im Kühlschrank aufbewahrt hast. Dann gut durchwärmen, allerdings nicht lange warmhalten.
Frischer Spinat lässt sich gut einfrieren: nach dem Putzen und Waschen blanchieren, eiskalt abschrecken und vor dem Einfrieren gut abtropfen und auskühlen lassen. Beim Putzen von Spinat solltest du vor allem die äußeren Blätter und harten Stiele entfernen, sie speichern besonders viel Nitrat.
Hast du jetzt vielleicht Lust, Spinat auch mal roh zu genießen? Prima, als kleine Inspiration habe ich dir mal zwei leckere Rezepte für Spinatsalat rausgesucht:

Spinatsalat mit Balsamicodressing
Zutaten:
400 gr. frischer Blattspinat
200 gr. geräucherter Schinkenspeck
1 Stück Zwiebel, gewürfelt
1 Stück frischer Knoblauch
150 gr. eingelegter Schafskäse (eingelegt in milder Peperoni und Olivenöl)
5 EL      Olivenöl
Balsamicoessig nach Geschmack
1 EL      körniger Senf
3 TL      Honig
Salz, Pfeffer, evtl. eine Prise brauner Zucker
Zubereitung:

Spinat waschen, eventuell in mundgerechte Stücke zupfen und auf Tellern portionieren.
Speck würfeln, Zwiebeln und Knoblauch abziehen, ebenfalls klein würfen. Anschließend alles kross anbraten und über dem Spinat verteilen.
Den eingelegten Schafskäse klein schneiden und auch über dem Salat verteilen.
Für das Dressing Olivenöl, Balsamicoessig, Senf, Honig, Salz und Pfeffer sowie evtl. etwas braunen Zucker miteinander verrühren und über den Salat geben.


 

Spinatsalat mit Organgendressing

Zutaten:
400 gr. frischer Blattspinat
30 gr. Pinienkerne

Marinade:
100 ml Orangensaft (frischgepresst)
60 ml Balsamico dunkel
30 ml Wasser
2 EL Dijonsenf
1 EL  Sojasauce
1 Prise Zimt
2 EL braunen Zucker
1 Stück Knoblauchzehe gepresst
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung:
Spinat putzen, waschen und in der Salatschleuder trocknen. In einer Pfanne bei geringer Hitze die Pinienkerne leicht hellbraun rösten.
Für die Marinade die Zutaten, außer dem Olivenöl, in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, Hitze reduzieren und 5 Minuten köcheln lassen bis es leicht eindickt. Nach Geschmack salzen und pfeffern.
Den Spinat mit ein bisschen Olivenöl besprenkeln, die Marinade (kann noch leicht warm sein) darüber träufeln und leicht vermischen. Auf Tellern anrichten und mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen.

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Also mir läuft jetzt das Wasser im Munde zusammen und ich werde mich jetzt schleunigst in die Küche begeben und mir einen leckeren Spinatsalat machen.

Wie steht’s bei dir? Auch Lust bekommen? Oder kennst du vielleicht noch weitere leckere Spinatrezepte? Wenn ja, würde ich mich freuen, wenn du es mir unter Kommentar mitteilst.

Leckere Grüße von

Unterschrift

PS: Sorry, wenn der Artikel heute optisch nicht so stimmig ist. Die Technik & ich sind uns gerade nicht so grün…liegt wohl an der Gemüsesorte.

2 Kommentare zu „Popeye läßt grüßen!

  1. Was ich gar nicht bei Spinat mag, sind diese meist nach nichts schmeckenden grünen „Ziegelsteine“ aus der Truhe, wohlmöglich fix und fertig gewürzt. Dann lieber verzichten.

    Frischen dagegen liebe ich in allen Variationen, wobei es mir ein gegartes Rezept besonders angetan hat: https://p-adler.de/poulardenbrust-mit-spinat/

  2. Hm, klingt lecker Peter!
    Vielen Dank für dieses Rezept, werde ich sicherlich demnächst mal testen.
    Frühlingsfeine Grüße
    Birgit

Kommentare sind geschlossen.