Hmmm … so köstlich & gesund!

12-HotSchocoladeGerade in dieser meist wettertechnisch nicht so freundlichen Jahreszeit ist unser Gaumen und unsere Seele sehr sehr empfänglich für Süßes & Warmes. Oft genug versagen wir uns diese lecker-köstliche Kombi aus Vernunftsgründen unserer Hüfte zu Liebe. Aber hier kommen good news

Diese Bohne wird deine Lieblingsbohne – wenn sie es nicht schon ist!

Um es mit Hippokrates zu sagen: “Deine Nahrung soll deine Medizin sein!“

Nicht immer bin ich hier seiner Meinung, weil mir auch nicht alles schmeckt, egal ob jetzt gesund oder nicht 😉 Aber in diesem Fall bin ich 100 % seiner Meinung: Es geht heute um die Kakaobohne!

Erinnerst du dich an deine Kindheit? Es war Winter, du hast trotzdem warm eingepackt stundenlang draußen gespielt mit deinen Freunden & Nachbarskindern. Als es gegen vier Uhr am Nachmittag nicht nur dunkel, sondern auch noch kälter wurde, hat Mama dich hereingerufen: Kinder, es gibt heißen Kakao! …und alle sind wir geflitzt oder?

Allein der warme Kakaobecher in den doch ganz schön angefrorenen Händen, dann dieser Duft … irgendetwas zwischen süß und bitter, ah wie köstlich. Leider war er meistens anfänglich so heiß, dass ich mir mit schöner Regelmäßigkeit erstmal die Zunge verbrannt habe, weil ich es so gar nicht abwarten konnte. Doch dann, dann war es nur noch Genuß!

Genuß & Gesund in vielerlei Hinsicht

12-cocoa-fruitWas ich als Kind natürlich noch nicht wusste (und mir wahrscheinlich auch herzlich egal gewesen wäre), diese Bohne hat es in sich.

Kakao hat einen positiven Effekt auf den Blutdruck, ebenso auf die Gefäßfunktionen und sogar auf unseren Fett- und Zuckerstoffwechsel, egal ob du topfit bist oder unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidest. Wirkt also vorbeugend und unterstützend, heilend will ich jetzt mal nicht behaupten.

Seine gesundheitsfördernde Wirkung verdankt Kakao seinen antioxidativen, entzündungshemmenden Flavonoiden, so die Forscherwelt. Flavonoide (übrigens auch im Honig enthalten) wirken auch in unserem Hirnkasterl: Kakao verbessert generell unsere geistige Leistung, macht uns aufmerksamer und lässt uns Informationen schneller verarbeiten.

Kakao wird auch das ‚braune Gold‘ genannt

12-cocoa-beansWer sagt da schon nein: Schlau & schön? Jawohl, Kakao unterstützt nicht nur deine kleinen grauen Zellen, sondern verbessert die Elastizität deiner Haut und schützt diese vor Faltenbildung bei zuviel Sonne. Genial oder?

Neben den schon genannten Flavonoiden verfügt die Kakaobohne auch noch über einige Anteile an Eisen, Zink, darmfreundlichen Ballaststoffen und richtig viel Magnesium. Gerade Magnesium wirkt positiv auf unser Nervenkostüm, hilft dir in Stresssituationen gelassener zu bleiben.

 

Echt nur lecker & gesund? Wie stehts denn mit den Kalorien?

Ist schon klar, hoffe ich zumindest, dass ich hier ausschließlich von echtem Kakao und nicht von Kaba oder sonstigen künstlich hergestellten schokoladeähnlichen Getränken spreche, ja?

Wenn du echte dunkle Schokolade oder Kakao nimmst, dann reichen 25 Gramm bzw. 200 Milliliter Kakao schon aus, um all die oben aufgeführten positiven Effekte auszulösen. Kalorientechnisch schlägt diese Menge gerade mal mit ca. 125 – 150 Kalorien auf die Hüfte. Sozusagen nicht der Rede wert…

Welche Kakaosorte passt denn?

Wie so oft im Leben, ist die Auswahl groß und es lohnt sich, genau hinzuschauen. Ideal ist es, wenn du generell nur pures Kakaopulver vorrätig hast, denn es eignet sich nicht nur zum Backen. Wenn du pures Kakaopulver mit Milch und etwas Zucker aufkochst, hast du ruckzuck eine geniale heiße Schokolade. Der Vorteil gegenüber fertigen Pülverchen ist, dass du mehr Kakao verwenden kannst, somit automatisch die Zufuhr von Flavonoiden & Co. erhöhen kannst und du selber entscheidest, wieviel Zucker du zusetzen möchtest. Von etwaigen anderen Zusatzstoffen zur Geschmacksverstärkung will ich mal gar nicht erst anfangen.

Spice, Tea, Drugs; all parched / dried

Es gibt sogenanntes ‚schwach entöltes‘ Kakaopulver: es schmeckt vollmundig, schokoladig und liefert ca. 20 Prozent Fett. Das sogenannte ‚stark entölte‘ Kakaopulver dagegen enthält nur noch 10 Prozent Fett, schmeckt dafür aber auch etwas herber.

Wie sieht es denn bei Schokolade aus?

12-zartbitter-chocolateIm Schokoregal solltest du, wenn es dir um die Kombination Gesund & Lecker geht, zukünftig nur noch bei den Sorten ‚Zartbitter‘ und ‚Bitterschokolade‘ zugreifen. Hier sollte der Kakaogehalt mindestens 55 Prozent betragen!

Ach nee, lass mal, ist mir zu bitter? Kenne ich auch, aber probieren geht über studieren und zum Einstieg empfehle ich dir eine Schoki-Mischung ‚Zartbitter-Traube-Nuss‘.

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Auch eine feine Sache sind die seit geraumer Zeit auf dem Markt befindlichen ‚Kakao-Nibs‘. Das sind eher so Kakaobohnensplitter, leicht knusprig und herb, peppen aber jedes Müsli oder Dessert auf!

 

Apropo Dessert … Rezept gefällig?

Mir läuft ja schon mindestens seit dem dritten Absatz das Wasser im Munde zusammen 😉 … falls es dir ähnlich ergeht, habe ich nachstehend mal ein Rezept für ein leckeres, gesundes und durchaus vorweihnachtszeittaugliches Dessert:

Zutaten für 4 Portionen:

  • 50 g Zartbitter-Kuvertüre oder Zartbitterschokolade
  • 500 ml Vollmilch
  • 50 g Zucker
  • 30 g Speisestärke
  • 25 g Kakao (schwach entölt)
  • 1 Eigelb
  • 2 TL Kakao-Nibs (findest du im Bioladen und / oder Reformhaus)

Zubereitung:

Schokolade hacken, mit 400 ml Milch auf mittlerer Stufe langsam erhitzen, dabei immer mal umrühren. Zucker, Stärke und Kakao vermischen, die restlichen 100 ml Milch unterrühren und das Eigelb daruntermischen.

Wenn die Schokoladenmilch kocht, den Topf vom Herd ziehen, das Kakaopulver unter rühren dazugießen. Unter ständigem langsamen Rühren die Creme einmal aufkochen lassen. In eine hohe Schüssel füllen, diese in kaltes Wasser stellen und immer mal rühren, bis die Creme abgekühlt ist. Damit verhinderst du die Bildung der unschönen ‚Haut‘ auf der Creme. Vor dem Servieren die Schokocreme mit den Kakao-Nibs bestreuen.

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Informationen für’s Gewissen 😉

Pro Portion enthält die Schoki-Kakao-Creme ca. 260 Kalorien, 8 g Eiweiß, 12 g Fett, 31 g Kohlenhydrate und 4 g Ballaststoffe (sonst eher selten bis wenig in Desserts vorhanden). Und natürlich richtig viele der Kakao-Flavonoide, dazu einiges an Magnesium und Kalzium, sowie reichlich Vitamin A und B², die für gesunde Augen und Schleimhäute sorgen.

Ich wünsche dir eine genußreiche und gesunde vorweihnachtliche Woche!

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