Ohne Rückschau keine Vorschau!

strategie

Puuh geschafft! Die vermeintlich besinnliche Weihnachtszeit und Silvester liegen erfolgreich hinter mir … 😉 Egal, welche Einstellung du zu diesem Geschenkemarathon und zum Silvesterknallvergnügen hast, ein bisschen sind wir wohl alle froh – oder?  Jetzt können wir uns wieder entspannt unserem täglichen Trott, der Routine in Berufs- und Privatleben widmen. Willst du das? Ich nicht!

Seit gut fünf Jahren halte ich es da wie die meisten Unternehmen: Ich ziehe Bilanz, halte Rückschau auf mein vergangenes Jahr, diesmal 2015. Da ich nicht wie die meisten Firmen einen ‚Stichtag‘ für die Jahresbilanz einhalten muss, mache ich es im ruhigen Monat Januar!

2015

Ich halte im Januar Rückschau: Ganz bewusst nehme ich mir meine Monatseinträge – was dass genau ist, erkläre ich gleich – und mein Motivations-Tagebuch, andere nennen so was auch Dankbarkeits-Tagebuch, vor.

Entweder nehme ich mir dazu einen Tag am Wochenende oder ich reserviere mir dafür zwei drei Abende nur für mich.

Für meine persönliche Rück- und Vorschau brauche ich außer ein paar ungestörte Stunden und meinen Eintragungen (s.o.) noch mein ‚Jahresbilanzbuch‘, einen schönen Stift, etwas Feines zu trinken und sonst nichts.

Beginnen wir mit meinen Monatseinträgen: Ich mache sie per Hand, wenn du so etwas auch beginnen möchtest, kannst du diese natürlich auch am PC erstellen, ganz so wie du es lieber magst. Da ich schönes Papier liebe, ansonsten gerne und viel am PC arbeite, ist es für mich eine optimale Gelegenheit für die Nutzung eines tollen Notizbuches – Minimum DIN A5 Format, kann auch größer sein, kleiner macht allerdings wenig Sinn für diesen Zweck.monatsansichtIn dem ich meinen Kalender durchgehe, beantworte ich nachstehende Fragen mit kurzen Stichworten:

  1. Wen habe ich diesen Monat persönlich getroffen?
  2. Was habe ich diesen Monat unternommen?
    (Museum, Kino, Lesung, Theater, Konzert etc.)
  3. Welche Bücher habe ich diesen Monat gelesen bzw. gehört?
    (Autor, Titel – ein zwei Stichworte ob und wie es mir gefallen hat)
  4. Was habe ich diesen Monat für meine eigene Weiterbildung getan?
  5. Bin ich diesen Monat verreist?
    (Stichworte zu: Wohin, mit wem, wie lange, besonderes Highlight)
  6. Wie weit bin ich mit meinem Ziel / Projekt / Vorsatz?
  7. Was macht meine Gesundheit diesen Monat?
  8. Gab es für mich etwas besonders Erwähnenswertes diesen Monat?
  9. Wie ist meine überwiegende Verfassung diesen Monat gewesen?
  10. Wer oder was hat mich diesen Monat sehr begeistert, beeindruckt?

Diese monatliche Rückschau mache ich über das Jahr verteilt jeweils am 1. oder 2. Tag des neuen Monats für den zurückliegenden Monat.

notebook.jpgMeinem Motivations- oder auch Dankbarkeits-Tagebuch widme ich mich jeden Tag, meistens am Abend oder direkt morgens bevor ich das Haus verlasse. Da kommen wirklich nur Stichworte rein, z.B. tolles Wetter genossen, Brief an XYZ geschrieben, mit Vogelgezwitscher wach geworden, Eichhörnchen beobachtet, nettes Lächeln erhalten usw.

Mir persönlich dient mein Motivations-Tagebuch dafür, dass ich die vielen kleinen ‚Highlights‘ in meinem Leben nicht zu schnell vergesse und vor allem: Wenn es mir mal nicht so gut geht, motiviert mich das Lesen meiner Notizen. Daher nenne ich es Motivations-Tagebuch 😉

Nun zur Rückschau und meinem Jahresbilanzbuch: Während meiner Rück- und Vorschauzeit gehe ich also meine monatlichen Einträge durch und beantworte anhand meiner Notizen meine Fragen zur Jahresrückschau:

  1. Welches Fazit gebe ich jedem Monat?
  2. Was sind meine 5 Highlights des Jahres?
  3. Meine Hitliste: Womit bin ich zufrieden? Wann war ich glücklich?
  4. Meine Mistliste: Was ist schlecht gelaufen? Was musste ich lernen?
  5. Wie ist mein Gesundheitsstatus von Kopf bis Zeh?
  6. Wer waren meine wichtigsten Freunde in diesem Jahr?
  7. Meine wichtigsten Erkenntnisse in diesem Jahr?
  8. Welche Bücher haben mich am meisten beeindruckt dieses Jahr?
  9. Was ist aktuell meine größte Sorge?
  10. Was ist aktuell meine größte Hoffnung?

Wenn ich diese 10 Fragen komplett für mich beantwortet habe, gönne ich mir erst mal eine Pause. Durch die intensive Beschäftigung mit dem abgelaufenen Jahr sind mir sicherlich wieder Dinge und Ereignisse bewusst geworden, die ich irgendwie schon total verdrängt hatte. Darüber sinniere ich eine Weile, höre vielleicht ein wenig Musik dazu und gönne mir etwas besonders Feines: einen besonderen Tee oder einen leckeren Espresso mit etwas Süßem dazu.

bilanz

Alkohol eher weniger, denn ich will ja nun meine Vorschau auf das gerade begonnene Jahr mit klarem Kopf starten!

Auch hier habe ich mir ein paar Fragen zusammen gestellt:

  1. Was wünsche ich mir in puncto Gesundheit?
  2. Was wünsche ich mir in puncto Partnerschaft / Familie?
  3. Was wünsche ich mir in puncto finanzielle Sicherheit?
  4. Was wünsche ich mir in puncto Freunde / Bekannte?
  5. Was wünsche ich mir in puncto meiner persönlichen Weiterentwicklung?
  6. Was wünsche ich mir in puncto materieller Dinge?
  7. Was muss ich tun, damit meine ‚Wunschliste‘ auch wahr wird?
  8. Welches konkrete Ziel / Projekt / Plan habe ich für dieses Jahr?
  9. Was ist mein ‚Traum‘ für dieses Jahr?
  10. Was möchte ich Neues ausprobieren dieses Jahr?

Diese Fragen beantworte ich mir nun so detailliert wie möglich. Eine Kopie davon lege ich mir in mein Notizbuch ‚Monatseinträge‘. Dadurch kann ich ganz schnell bei meinen monatlichen Einträgen überprüfen ob ich mich in die von mir gewünschte Richtung bewege oder gerade ’stark vom Kurs abkomme‘.

Je nach Antwort auf die eine oder andere Frage in meiner Vorschau kann ich dann auch gleich aktiv werden, z.B.:

to-do-list

 

Gesundheit: Trainings-, Arzt- und Wellnesstermine vereinbaren.

Finanzielle Sicherheit: Informationen einholen, Beratungstermin.

  • Ziel / Projekt / Vorsatz: konkrete Etappen festlegen.

 

Wenn ich diese Punkte alle erledigt habe, ist meine Jahresvorschau abgeschlossen! Nun kann das Leben kommen… Genau, denn es wird immer Unerwartetes – positiv wie negativ – geben. Es ist für mich daher nichts von alledem in Stein gemeißelt, ich habe mir und meinem Jahr eine Struktur gegeben. Offen bleibe ich trotzdem – oder gerade dadurch – für die großen und kleinen Überraschungen des Lebens. Denn wie sagte John Lennon einmal sehr treffend:

Leben ist was geschieht, während du andere Pläne machst.

Vielleicht habe ich dich mit diesem Artikel auf eine Idee gebracht. Oder ich habe dich daran erinnert, dass du früher auch mal so etwas oder ähnliches gemacht hast, es dann aber irgendwann ‚vergessen‘ hast.

Vielleicht ist dir das ‚ganze Paket‘ von Rück- und Vorschau auch zu groß, zu umfangreich. Aber so ein Motivations- oder Dankbarkeits-Tagebuch könnte ein interessanter Einstieg sein? Probiere es aus!

Du tust es NUR für dich, allerdings nur FÜR dich! 😉

Es sind täglich nur ein zwei Minuten, aber sie gehören DIR.

… und so ein Notizbuch der Monatseinträge ist in Summe maximal 30 Minuten ‚Arbeit‘ pro Monat. Diese Arbeit dient jedoch ausschließlich DIR und deiner Selbstreflexion und ich bin mir sicher:

DU BIST ES DIR WERT!

 

 

Viel Erfolg beim Umsetzen, Ausprobieren und Staunen!

 

Entspannte Grüße sendet dir

BiWi

Ein Kommentar zu „Ohne Rückschau keine Vorschau!

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