Was bist du (dir) wert?

2017-02-werte

Es gibt Tage, da weiß ich ganz genau wer ich bin und was ich wert bin. Und dann gibt es wieder diese Tage, da stelle ich alles und somit auch mich in Frage. Kennst du das auch? Warum ist das so? Und was sagt das über uns aus …

Ganz schön viele Fragen auf einmal, zugegeben. Aber wenn frau einmal anfängt, dann kann es mitunter im Hirnkasterl ganz schön abgehen. Und das ist gar nicht so verkehrt, wie du jetzt vielleicht im ersten Moment denkst. Denn um dir und deinem ‚Wert‘, besser gesagt, deinen Werten, auf die Schliche zu kommen, hilft es, sich mal ein paar ganz konkrete Fragen diesbezüglich zu stellen.

Am besten nimmst du dir dafür Zeit & Ruhe, sagen wir mal eine Stunde und eine Kanne Tee, begleitet von Papier & Stift. Nun kann es losgehen.

Weißt du wer oder was deinen Selbstwert bestimmt?

Nicht selten lassen wir uns unsere Wert von der Gesellschaft diktieren. Damit meine ich z.B. Werte in den Bereichen Aussehen, Besitz, Beziehungsstatus oder deinen beruflichen Erfolg.

Allerdings ist es eine Tatsache, dass alle diese Kriterien rein gar nichts darüber aussagen, wie ‚wertvoll‘ DU bist! Die Kriterien in diesen Bereichen können sich jederzeit ändern, auch ganz ohne dein Zutun. Diese Kriterien sind sehr äußerlich, subjektiv und oft genug so vergänglich wie die jeweils aktuelle gesellschaftliche Mode.

Mein Tipp:

Versuche dich doch mal darin, deine Werte in den nachstehenden Bereichen zu erforschen. Wie sieht es bei dir zum Beispiel hier aus:

  • Freundschaft
  • Zufriedenheit
  • Güte
  • Mitgefühl

Auch ganz wichtig: Wie steht es um deine EIGENEN Entscheidungen und deine EIGENEN Wünsche?.

Merke dir: DU bist so wie du bist wertvoll! Vergiss das nicht!

Je nachdem ob du ein solides Selbstbewusstsein hast oder nicht, wirst du vielleicht öfter mit dir selbst hadern. Oft genug bestimmen wir unseren Selbstwert aufgrund von äußerlichen Faktoren wie andere Menschen, Dinge, gesellschaftliche Vorgaben etc.

Hinterfrage dich mal selber, jetzt ist der ideale Moment dazu, wie du dich bewertest:

  • Wie denkst du über deine Größe, Gewicht oder gar Geschlecht?
  • Fragst du dich wie viel Geld du hast?
  • Ist es wichtig für dich, was deine Eltern von dir denken?
  • Was glaubst du, wie oft du sagen kannst, dass du glücklich bist?
  • Ist es wichtig für dich, ob du gerade in einer Beziehung bist?
  • Wie oder was denkst du darüber wenn du schon einmal an etwas gescheitert bist?
  • Wie diszipliniert du bist?
  • Ist dir ein gutes Ansehen deines Berufes wichtig?
  • Entsprichst du den gesellschaftlichen Normen?
  • Wie steht es aktuell um deine Selbstliebe?

Hast du jetzt festgestellt, dass das eine oder andere Kriterium sehr wohl deine Skala in puncto Selbstwert beeinflusst, könnte hier die Ursache für dein ‚unterentwickeltes‘ Selbstbewusstsein liegen.

Macht aber gar nichts, denn erstens sind diese Faktoren nicht wirklich bestimmend für deinen Selbstwert und zweitens kannst du jederzeit dein Selbstbewusstsein weiterentwickeln.

Okay und wie jetzt?

Wenn mehrere dieser Kriterien eine Rolle dabei spielen, wie viel Wert du dir zugestehst, dann hast du eventuell ein Problem mit schlechtem Selbstbewusstsein. Aber das muss nicht so sein, denn sie bestimmen nicht wirklich deinen Selbstwert.

Gehen wir doch mal die einzelnen Punkte durch:

Größe, Gewicht und Geschlecht können das Selbstbewusstsein bestimmen, müssen aber nicht!

Ob du nun zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn bist – nichts davon sagt wirklich etwas darüber aus, wie wertvoll du bist. Ich gebe zu, das ist meistens leicht gesagt, doch es wirklich zu glauben fällt uns schwer. Negativ unterstützend wirken hier besonders die Medien, da diese überwiegend eine Idealvorstellung zeigen.

Frag dich doch mal, wie deine Lieblingsmenschen um dich herum so aussehen? Welche körperlichen Makel haben sie? Ach, merkst du etwas? Du wirst feststellen, dass dich das überhaupt nicht stört 😉 Denke bewusst daran, wenn du mal wieder deinem Aussehen unzufrieden bist. Denn warum sollte es anderen Menschen mit dir nicht genauso gehen, sprich das es für sie gar nicht relevant ist, sondern andere Dinge an dir für sie viel wertvoller sind.

Freundschaften sind wichtiger als materieller Besitz

Janet Jackson hat es in ihrem Song 1992 sehr treffend formuliert: “The Best Things in Life Are Free”

Den Selbstwert wird nicht durch materielle Werte bestimmt. Für deinen Selbstwert zählen Dinge wie Freundschaft, Liebe und Mitgefühl. Und kannst du das Kaufen? Wohl eher nicht, also ist es nicht materiell.

Deine Eltern bestimmen noch immer dein Leben?

Klar in deinen ersten Lebensjahren waren die Ansichten etc. deiner Eltern im wahrsten Sinne des Wortes für dich über lebenswichtig. Aber mittlerweile? Denke immer wieder daran, dass es DEIN Leben ist und du DEINE Wünsche und Träume erfüllst und nicht die deiner Eltern. Weißt du wie viele Rechtsanwälte es gibt, die eigentlich lieber Zirkusdirektoren wären, aber die Eltern…

Wenn du dein Leben nach den Wünschen & Erwartungen deiner Eltern ausrichtest, kann es dir passieren, dass du darüber glatt vergisst, dein eigenes Leben zu leben. Und am Ende deiner Tage denkst du: blöd gelaufen irgendwie…

Traurig sein ist erlaubt

Wenn dir einer erzählt, er / sie sei sieben Tage die Woche 24 Stunden gut drauf und glücklich, dann sei sehr wachsam. Fakt ist, jeder hat mal schlechte Tage, manchmal auch ein paar viele Tage hintereinander. Ist absolut okay, denn es bedeutet nicht gleich, dass du im Leben versagt hast oder unfähig bist, es richtig zu machen. Auch scheitern ist erlaub, denn auch das bedeutet nicht automatisch, dass du grundsätzlich zu nichts in der Lage bist.

Wichtig ist nur, dass du dich von deiner schlechten Stimmung nicht beherrschen lässt und plötzlich alles in deinem Leben negativ siehst. Ich bin fest davon überzeugt, dass du auch bessere, gute und sogar glückliche Tage in deinem Leben kennst. Jetzt ist es Zeit, dass du dich daran erinnerst und du dir klar machst: sie werden wiederkommen!

Beziehungen – egal welcher Art – sagen nichts über deinen Wert aus

Wie auch, denn schließlich definieren andere Menschen nicht, wer du bist. Das gilt auch in puncto vorhandene oder nicht vorhandene Partner. Ob du in einer Partnerschaft lebst oder nicht hat zwar eventuell Einfluss auf deine Zufriedenheit, sagt jedoch nichts über deinen Wert aus!

Das ist ein ganz wichtiger Aspekt, damit eine oder deine Beziehung überhaupt langfristig funktionieren kann. Je weniger du die Bestätigung durch deinen Partner brauchst, desto entspannter ist deine Beziehung. Du kannst dem anderen seine Freiheiten lassen, weil ihr euch ergänzt, aber nicht ‚abhängig‘ von ihm / ihr bist, um zu wissen, dass du wertvoll bist.

Thomas Edison sei dank: Kein Erfolg ohne vorheriges Scheitern

Auch du wirst die Story kennen, das man seinerzeit Thomas Edison gefragt hat, ob es ihm nicht schwergefallen sei dranzubleiben, obwohl er 1.000 Mal gescheitert sei, bis er die Glühlampe erfunden hatte. Seine Antwort darauf: “Wieso denn scheitern? Ich kenne jetzt 1.000 Wege, wie man keine Glühlampe baut.” So kannst du Scheitern eben auch sehen und es gehört einfach zum Leben dazu. Klar ist das nicht immer lustig, eher unangenehm und demotivierend. Ganz wichtig ist dann, dass du nach einem kurzen Durchhänger trotzdem wieder aufstehst und es erneut versuchst.

Disziplin – gute Sache und im Bedarfsfall erlernbar, in jedem Alter 😉

Stressiger Tag und dein guter Vorsatz, heute zum Sport zu gehen, ist mal wieder auf der Strecke geblieben? Okay, kann passieren und es ist kein Weltuntergang und schon gar kein Grund, dass du dich minderwertig fühlen solltest. Du kannst daran arbeiten, also an deiner Disziplin und Willenskraft. Wichtig ist jetzt, dass du nicht gleich komplett aufgibst, sondern versuchst, besser zu werden und dich zu ermutigen, anstatt dich selber schlecht zu reden.

Es gibt sogar Studien, deren Ergebnisse nahe legen, dass ein gewisses Maß an Selbstdisziplin glücklicher macht. Kannst du sicher bestätigen oder? Denn bist du nicht auch super stolz auf dich, wenn du – obwohl Null Lust – eine unangenehme Aufgabe erledigt hast oder eben trotz totaler Erschöpfung zum Sport gegangen bist? Das steigert dein Selbstwertgefühl und kommt von deiner Selbstdisziplin! Es lohnt sich also doppelt, Zeit zu investieren, damit du disziplinierter wirst. Jetzt musst du dich natürlich nicht sofort komplett durchtakten usw., geht garantiert in die falsche Richtung. Experimentiere ein wenig herum und finde gelassen und trotzdem diszipliniert deinen ganz eigenen Weg 😉

Macht dich dein Beruf glücklich obwohl …? Sei froh und genieße es

Ob dein Beruf gesellschaftlich anerkannt ist oder nicht, sollte für dein Selbstwertgefühl keine Rolle spielen, denn genauso wenig wie materieller Besitz bestimmt dein Beruf, wie viel du wert bist. Wenn er dich glücklich macht, stehe dazu und es ist total egal, was andere davon halten.

Optimal wäre natürlich, wenn du – egal in welchem – Beruf auch deine Berufung gefunden hast. Wenn nicht, überlege dir wie wichtig dir dieser Aspekt ist und ändere gegebenenfalls etwas. Bilde dich weiter, sattle um, wechsle das Land oder oder oder.

Was heißt hier ‚Gesellschaftliche Normen‘?

Gesellschaftliche Normen sind so ähnlich wie Fahnen im Wind. Zu Rubenszeiten waren mollige Frauen die Norm, heute …weißt du selber. Wie die Realität aussieht, ist dann nochmals was ganz anderes.

Früher war dies auch eine unumstößliche gesellschaftliche Norm: Verheiratet, zwei Kinder, Haus und einmal im Jahr in Urlaub. Gottlob hat sich das in der heutigen Gesellschaft gewandelt und hat keinen so hohen Stellenwert mehr, denn auch unverheiratete Pärchen oder Singles sind mittlerweile als ‚gute Eltern‘ und auch ohne Kinder von der Gesellschaft anerkannt.

Wenn du unbedingt eine Norm brauchst, ernenne deine moralischen Werte dazu. Solange du hier im Einklang lebst und mit deinem Gewissen im Reinen bist, lebe! Ist schließlich dein Leben, deine Entscheidung und dein Wert!

Fazit:

Ganz viele Hinweise, um deinen Selbstwert zu finden und / oder zu steigern. Suchen musst du deinen Selbstwert aber eigentlich gar nicht, denn er ist immer da, nur vielleicht ein wenig von dir vernachlässigt oder bis dato noch nicht so gut entwickelt 😉

Es ist auch völlig normal, dass du dabei Schwankungen sowohl nach oben (Steigerung) als auch nach unten (Frustration) empfindest. So ist das Leben, lass dich dadurch nicht entmutigen. Erinnere dich viel mehr immer wieder daran, dass du genauso viel wert bist, wie alle anderen und mach dir bewusst, was dich besonders und einzigartig macht!

Und nochmals zur Erinnerung: DU bist so wie du bist wertvoll! Vergiss das nicht!

Ich wünsche dir eine ganz besonders ‚wertvolle‘ Woche

Unterschrift

 

2 Kommentare zu „Was bist du (dir) wert?

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