Was SCHENKEN auch bedeuten kann

tannenzapfen

 

 

Waahnsinn, aber heute in neun (!) Wochen ist Weihnachten für 2017 schon wieder gelaufen. Es könnte also höchste Zeit sein, dass du dir ein paar Gedanken zum Thema Schenken machst. Geschenke an Weihnachten sind ja fast schon ‚Pflicht‘. Ich beschäftige mich allerdings gerade mit einer anderen Interpretation von Geschenk…interessiert?

 

Schenken heißt Geben

Klar, soweit so gut. Gehe jetzt mal davon aus, dass diese Tatsache nicht nur mir, sondern auch dir bekannt ist. Wenn du jetzt mal deinen gedanklichen Fokus neu ausrichtest: weg vom materiellen Geschenk, hin zum immateriellen Geschenk. Wo landest du gedanklich? Was blitzt dir durch den Kopf? Vielleicht so etwas wie ‚Zeit schenken‘, etwas ‚gemeinsam erschaffen, machen, ausprobieren‘ etc. …???

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Die Richtung ist gar nicht so übel.

Beim Thema ‚Wert‘ denken wir naturgemäß sofort an den Preis für ein Geschenk. Viel wichtiger ist meines Erachtens allerdings, welchen ‚Wert‘ wir dem Beschenkten mit unserem Geschenk geben. Eine teure Flasche Wein oder ein Buch von der aktuellen Bestsellerliste ist schnell gekauft, sagt aber über den wirklichen ‚Wert‘ nicht viel aus.

Stimmst du mir zu? Oder kannst du mir zumindest noch folgen? 😉

Wenn du deine Aufmerksamkeit / deine Motivation zum Schenken auf den Empfänger lenkst, du mit deinem Geschenk wirklich etwas Geben willst, dann wird das ‚Geschenk‘ wertvoll für den Empfänger.

Voraussetzungen für immaterielle Geschenke mit ‚Wert‘

  • Interessiere dich für die andere Person.
  • Sei liebenswert zu deinen Mitmenschen.
  • Versuche ‚wirklich‘ die andere Person zu verstehen.
  • Biete deine Hilfe der anderen Person nicht nur an, sondern werde auch aktiv.

Jetzt denkst du vielleicht – und verdrehst dabei die Augen: Was schreibt sie denn da, weiß ich doch alles. Stimmt, intuitiv wissen wir das alle, wenn wir einigermaßen emphatisch unterwegs sind. Aber da gibt es sowohl in dir, wie in mir und ich behaupte mal bei mehr oder weniger allen menschlichen Lebewesen, einen inneren Saboteur: unser Ego!

Dahlien

Es ist leider oft genug so, dass wir erst bereit sind zu geben, wenn wir zuvor etwas bekommen haben. Unser Ego wird erst spendabel, wenn es zuvor selbst etwas erhalten hat. Dann kann es unser Geben vor sich, also auch vor dir, rechtfertigen und sozusagen genehmigen. Kommt dir ‚irgendwie‘ bekannt vor ??? 😉

So ist es auch beim Thema Recht zu haben, erst danach kannst du dem anderen Recht geben… oder beim Thema Liebe: Wie oft sagt der eine dem anderen Partner nicht, dass er ihn / sie liebt, weil der andere Partner ‚noch‘ nix gesagt hat…könnte ich mich ja vielleicht zu weit aus dem Fenster lehnen….blödes Ego.

Wer ‚wertvoll‘ gibt ist stark!

Erinnere dich, wie es war, als du – natürlich total aus Versehen 😉 – zuerst gegeben hast. Also deine Aufmerksamkeit, deine Hilfe oder auch nur dein interessiertes Zuhören, obwohl das Thema eigentlich gar nicht so dein Ding war.

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Du nimmst im Moment des Gebens, besonders des ‚zuerst Gebens‘ eine kraftvolle Rolle in deinem Leben ein. Du bestimmst die Richtung und wie du dich fühlst! Anders herum weißt du nämlich nicht, wie lange die andere Person brauchen wird, dir entgegenzukommen – wenn sie es überhaupt tun wird. Darauf zu warten dass andere dir ‚etwas‘ geben, ist wie auf irgendjemanden zu warten, der dir das geben soll, was du willst. Besser ist: Frage die Person einfach und finde heraus, was passiert!

 

Die Kunst des Lebens … des Gebens

Wenn du geben kannst ohne im Gegenzug irgendetwas zu erwarten, hast du die Kunst des Lebens gemeistert. Es ist daher nicht erstaunlich, dass die erfolgreichsten Menschen der Welt wahre Meister des Gebens sind. Die erfolgreichsten Menschen sind jene, die anderen die größte Wertschätzung entgegenbringen. Hier versteht es sich wohl von selbst, dass hier nicht erfolgreich mit reich im monetären Sinn gemeint ist. Hoffe ich jedenfalls…

Du könntest dir jetzt die Frage stellen: Wie kann ich mich mehr verschenken?

Wahrscheinlich meinst du (wie ich), dass du am Zufriedensten bist, wenn du etwas wirklich Cooles machst oder wenn du etwas machst, dass dich ‚aus der Fassung‘ bringt und deine Mitmenschen vielleicht gleich mit. Okay, solche Aktivitäten sind auch wichtig. Laut zahlreicher Forschungsergebnisse gilt aber ein anderes Ergebnis: Wahre und die größte Erfüllung, sprich innere Zufriedenheit, empfindest du immer dann, wenn du dich, wie es so schön heißt, in den ‚Dienst anderer stellst‘.

Wenn du jetzt ein wenig ratlos in dich reinhorchst, kommen hier ein paar Ideen für kleine, aber feine Möglichkeiten, wie du deinen Mitmenschen etwas geben / schenken kannst:

Reduziere bis eliminiere deine Erwartungen, die du z.B. an deinen Partner / Partnerin, deine Familie, deine Freunde und Mitmenschen hast. Vergiss deine Erwartungen, wie sie sich in einzelnen Situationen deiner Meinung nach zu verhalten haben. Mach dir lieber Gedanken, wie du ihnen zeigen kannst, wieviel sie dir wirklich bedeuten. Wenn dein Verhalten ihnen zugewandt ist, wird sich (fast immer) automatisch auch ihr Verhalten dir gegenüber verändern. Aber Achtung: Nur wenn du dich ohne ‚Erwartungen‘ so verhältst. Dein Gegenüber spürt deine Absicht hinter deinem Verhalten, immer!

Lebe deine positive Energie und Grundeinstellung, teile deine Haltung mit anderen. Dies ist wirklich einer der besten Wege wie du anderen etwas geben / schenken kannst. Deine Überzeugungen und deine positive Energie haben eine unglaubliche Wirkung auf deine Umgebung. Etwas prosaisch ausgedrückt, bringst du mit diesem Verhalten Licht in die Dunkelheit. Auf diese Weise löst sich ein Energiedefizit auf, weil es von starker Energie genährt wird. Durch deine positive Energie und Grundeinstellung hilfst du mit, das niedrige Energiemuster anderer Leute  aufzulösen.

Kultiviere deine positive Absicht. ??? Ja, jetzt wird es mitunter anstrengend, denn immer wenn du mit jemandem aneinander gerätst, kannst du ebenso aggressiv reagieren oder eben nicht. Sage dir stattdessen innerlich, das du deinem Gegenüber gut gesonnen bist. Erhalte dir eine positive Haltung der Person gegenüber, anstatt diese zu verurteilen.

Dankbarkeit zeigen. Du kennst vielleicht die Situation, dass du so manches mal an ein Familienmitglied, PartnerIn oder FreundIn denkst und sehr dankbar dafür bist, dass es diese Person in deinem Leben gibt. Aber hast du es dieser Person auch schon mal gesagt oder geschrieben? Jaja, sag nix, damit ‚hängst du dich emotional natürlich weit aus dem Fenster‘, zeigst dich verletzlich. Aber du gibst / schenkst sehr sehr viel. Denke einfach daran, wie du dich fühlen würdest, wenn dir jemand so etwas sagt…genau! Selbst wenn du diese Person nicht so schätzt wie sie dich, würdest du ihr wohl kaum eine verletzende oder abschätzige Bemerkung erwidern oder? Du brauchst keine Angst vor Zurückweisung haben. Also, werde aktiv.

Lebkuchenherz

 

Falls dir direkte Ansprache (noch) nicht über die Lippen kommt, schreibe eine kleine Notiz, einen Brief und teile der Person mit, wieviel sie dir bedeutet. Nenne die Gründe, warum du diese Person so wertschätzt. Glaube mir, die Wirkung auf den Empfänger, ist enorm.

 

Schenken durch Hilfe. Falls es nichts Bestimmtes gibt, was du für einen anderen Menschen tun kannst, dann lass ihn einfach wissen, dass – falls es jemals eine Möglichkeit geben sollte, wie du ihm oder ihr helfen kannst – du dich freuen würdest, wenn er es dir sagt.

maikaefer

Fazit: All diese Ideen / Anregungen / Gedanken sind keine im materiellen Sinne wertvollen Diamanten, mögen dir beim Lesen klein erscheinen. Andererseits ist es erwiesenermaßen doch so, dass die Welt sich besonders nachhaltig durch viele viele Mini-Ideen und den damit verbundenen Änderungen wandelt. Aus der Geschichte wissen wir:

Jede Revolution begann mit kleinen Handlungen…

Ich wünsche dir eine Woche voller Möglichkeiten für dein verändertes Geben!

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