Wenn dein Pferd …

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…tot ist, solltest du absteigen!

Was ich dir damit verdeutlichen will? Manchmal muss man sich selber einfach eingestehen, dass der eingeschlagene Weg, das Vorhaben, die Beziehung, der Job, das Hobby usw. nun mal nicht so funktioniert, wie wir uns das in unserem hübschen Kopf ausgedacht hatten.

Was nun?

Zunächst heißt es mal: die Tatsachen anerkennen, so wie sie sind, ohne Ver- und Beurteilung. Denn Fakt ist, das zunächst nur ein von uns angestrebtes Ereignis / Zustand / Ergebnis nicht eingetroffen ist. Das ist soweit weder gut noch schlecht. Nur wir mit unserer ewigen und meist automatischen Bewertung machen daraus ein Plus oder eben auch ein Minus, sprich gut oder schlecht.

Wie weiter?

Ab dem Moment, wo du die Situation wertfrei akzeptierst, kannst du dir überlegen wie du weiterhin damit umgehen willst.

Dreh dich mal um!

Damit meine ich, wechsle bitte mal die Perspektive, also deine Sicht auf die Situation.

Nehmen wir jetzt mal als fiktives Beispiel, du hattest dir vor drei Monaten vorgenommen, täglich etwas für deine Fitness zu tun und dafür pro Tag 20 Minuten joggen zu gehen. Haste nun aber vielleicht nur an 20 von 90 Tagen geschafft. Wenn du die Situation jetzt unter dem Gesichtspunkt ‚ich bin gescheitert‘ oder ‚ich habe versagt‘ betrachtest, bist du reichlich deprimiert, aber immer noch nicht weiter, sprich fitter. Du willst auf keinen Fall aufgeben, deswegen hältst du unbedingt an deinem Vorhaben täglich 20 Minuten zu joggen fest. Du kannst nicht loslassen und hast regelrecht Scheuklappen auf.

Wenn du dich jetzt mal innerlich umdrehst, sprich deine Perspektive wechselst, öffnest du dich für Neues. Du kannst in größeren Dimensionen denken.

Was steht – wir sind immer noch beim fiktiven Beispiel – hinter dem Ziel täglich 20 Minuten joggen zu gehen? Genau, du willst fitter werden. Das ist auch immer noch dein Ziel und soll es auch bleiben. Aber vielleicht ist joggen einfach nicht dein Ding ergo ist es für dich auch kein erfolgreicher Weg zur Fitness. Probiere etwas anderes aus: Boxen, Pilates, Crosstrainer, Yoga …was weiß ich. Horche in dich hinein!

Auf ein Neues, aber diesmal kontrolliert!

Jaja, nicht einfach wieder loslegen, weil Yoga gerade total hipp ist, aber im Grunde deines Herzens belächelst du die Typen auf der Matte. Wenn du ehrlich bist, ist diese Methode hin zu mehr Fitness schon vor dem Start gescheitert. Du stehst nicht dahinter.

Aber so ein Box Kurs hat dich schon immer mal gereizt. Okay, dann probiere ihn aus. Verspreche dir selber, dass du mindestens viermal hintereinander teilnimmst! Bist du weiterhin total begeistert und wartest schon regelrecht auf den Tag des nächstens Trainings – super. Dann brauchst du nur weitermachen. Schleppst du dich aber eher hin, als dass du motiviert bist hinterfrage deine Motivation. Mach nicht einfach weiter, so wird so manche Aktivität zum Selbstläufer obwohl sie gar nichts bringt.

Sei offen für Alternativen!

Auch der Box Kurs motiviert dich nicht auf Dauer. Kein Problem, aber sei ehrlich zu dir und verändere etwas. Schau dich nach Alternativen um! Wenn wir beim Fitnessbeispiel bleiben: Was gibt es noch für Möglichkeiten für dich um deine Fitness zu erhöhen. Sei kreativ, tausche dich mit Freunden / Kollegen aus, von denen du weißt oder zumindest annimmst, dass sie regelmäßig etwas für ihre Fitness tun und frage sie was es ist!

So geht’s leichter

Okay, das Thema Fitness ist jetzt sicher noch eines der leichteren Themen. Was ist aber, wenn du merkst in puncto Job, Beziehung, Finanzen etc. hast du definitiv ‚aufs falsch Pferd‘ gesetzt und reitest bei nüchterner Betrachtung schon seit geraumer Zeit einen toten Gaul…

Dann nimm dir eine Auszeit! Verabschiede dich für ein Wochenende aus deiner Alltagsroutine und nimm dir Zeit um in Gedanken diverse Möglichkeiten durchzuspielen. Schreib deine Gedanken, Gefühle wie Angst oder Scham auf. Wenn du dich darauf einlässt kommen auch ‚plötzlich und unerwartet‘ Alternativen hoch. Unglaublich nicht wahr? Stimmt aber, denn du hast dich ‚gedreht‘ und ‚geöffnet‘ für andere Sichtweisen.

Man soll die Hoffnung nie aufgeben…

Manchmal aber doch! Egal was es ist, mit welcher Situation / Thema du unzufrieden bist. Gib dir selbst eine Vorgabe: Die neue Kollegin ist unfreundlich zu dir. Du versuchst maximal dreimal die Situation zu verbessern. Wenn es danach nicht besser ist, akzeptiere es und mache innerlich einen Haken an die Sache und denke dir: nicht mehr mein Problem. Du kannst dich nämlich auch regelrecht aufreiben – physisch wie psychisch – nur weil du die Hoffnung nicht aufgibst, eine unbefriedigende Situation verändern zu können. , machen sich viele Menschen durch vergebliches Immer-wieder-Versuchen fast kaputt.

Weniger Kontrollzwang, mehr Leichtigkeit bitte!

Bist du eher der zielstrebige Typ Mensch, in deinem super durchorganisiertem Leben passiert nichts ‚just for fun‘? Alles hat seinen Zweck? Dann übe ab sofort – wenigstens in deiner Freizeit – dein Leben spielerischer anzugehen. Mache öfter Dinge, die für dich zunächst mit keinem klaren Ziel verbunden sind. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Schauspielkurs oder du nimmst Stunden bei einem Bildhauer. Du hast zwar überhaupt keinen Plan, wofür das gut sein soll, aber das genau ist der PLAN 😉

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In diesem Sinne: Wenn dein Pferd tot ist, steig ab!

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4 Kommentare zu „Wenn dein Pferd …

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